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Reisen nach Russland



Neujahrstage in Moskau

Passen Sie aber bitte auf – für die Russen ist das Neujahr fast der wichtigste weltliche Festtag. Für uns gilt immer die Redewendung: „Wie das Neujahr beginnt, so ist das ganze Jahr!“. Die Russen sind fest davon überzeugt und geben sich viel Mühe, das Fest so gut wie möglich zu feiern. 

Überall in der Stadt können Sie die Live-Musik hören. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren bis 04:00 Uhr. Die großen Feierlichkeiten finden auf folgenden Plätzen statt: Roter Platz, Twerskaja Platz, Lubjanskaja Platz.

Reisedetail drucken
Am Silvester leuchten die Sterne am Himmel besonders hell.
Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und ein gutes Neues Jahr!

FORTUNA REISE-HIGHLIGHTS

  • Bekanntschaft mit Kulturreichtum: der Moskauer Kreml und eine Kathedrale;
  • Die Basilius-Kathedrale und Roter Platz;
  • Einkaufsparadies: Besuch der legendären Kaufhäuser – GUM und Delikatessengeschäft Jelissejew;
  • Begeistern Sie sich für den märchenhaften Tannenbaum auf dem Kreml-Kathedralen-Platz;
  • Tages Ausflug nach Sergiew Possad;

PROGRAMMABLAUF "NEUJAHRSTAGE IN MOSKAU"
BEI DER 7-TÄGIGEN REISE NACH MOSKAU:

Diese Reise kann man mit anderen Programmen der Einzel- und Gruppenreisen kombinieren.
Für Reisegruppen arbeiten wir gerne exklusive Besichtigungsprogramme aus.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt in Moskau!

TERMINE und PREISE pro Person im Doppelzimmer im Hotel “Hilton Moscow Leningradskaya” 4+* in EUR ab

REISETERMINE GRUNDPAKET Ausflugspaket
(muss extra bezahlt werden)
VT
(Verlängerungstag, pro Nacht pro Zimmer) ab
Tage mit Flug EZZ
28.12.2023 - 03.01.2024 7. Do.- Mi. 1290,- 392,- 210,- 105,-
29.12.2023 - 04.01.2024 7. Fr.- Do.

TERMINE und PREISE pro Person im Doppelzimmer im Hotel “Izmailovo” 4* in EUR ab

REISETERMINE GRUNDPAKET Ausflugspaket
(muss extra bezahlt werden)
VT
(Verlängerungstag, pro Nacht pro Zimmer) ab
Tage mit Flug EZZ
28.12.2023 - 03.01.2024 7. Do.- Mi. 1090,- 280,- 210,- 70,-
29.12.2023 - 04.01.2024 7. Fr.- Do.

EZZ: Einzelzimmerzuschlag;
Zuschlag bei FV Flügen ab/bis FRA - 55 EUR p. P., ab/bis MUC und Wien - 55 EUR p. P.
Zuschlag bei Flügen ab/bis FRA mit Lufthansa: ab 180 EUR p. P.
Zuschlag bei FV Flügen ab/bis Zürich/ Basel - 85 EUR p. P.

Verpflegung:

  • 6x reichhaltiges Frühstück (Buffet) im Hotel;

Folgende Leistungen des Grundpakets sind im Preis eingeschlossen:

  • Linienflug aus EU-Ländern mit Fluggesellschaft „Aeroflot“ in der Economy-Class nach Moskau und zurück, inkl. Flughafengebühren;
  • 6x Übernachtung im Zweibettzimmer „Guest Room“ Kategorie mit Bad/od. Dusche/ WC im zentralgelegenen Hotel “Hilton Moscow Leningradskaya” 4+* oder Hotel “Izmailovo” 4*
  • Transfers: Flughafen – Hotel – Flughafen; Notfallnummer vor Ort;
  • Insolvenzversicherung und Hotelregistrierungsgebühr;

Im Ausflugspaket eingeschlossene Leistungen:

  • Komfortabler klimatisierter Reisebus mit Audiosystem;
  • Qualifizierte Reiseleitung mit guten Deutschkenntnissen;
  • Große Stadtrundfahrt mit mehreren Fotostopps und Besichtigung des Roten Platzes und GUM.
  • Spaziergang auf dem Kremlgelände mit Innenbesichtigung einer Kathedrale;
  • Besichtigung des Kathedralen-Platzes. Weihnachtsmarkt, Delikatessen Geschäft Eliseev;
  • Besuch der Tretjakow Galerie.
  • Tages Ausflug nach Sergiew Possad
  • Metrofahrt und Besichtigung der unterirdischen Paläste;
  • Spaziergang auf dem feierlich dekorierten Roten Platz mit dem Alexandergarten;
  • Eintrittsgelder und deutschsprachige Führungen laut Programm.

Nicht eingeschlossen:

  • Visabesorgung- und Gebühren. Reiserücktrittskostenversicherung, Auslandskrankenversicherung;
  • Einzelzimmerzuschlag, Trinkgelder, weitere Mahlzeiten und Aktivitäten.

Für die Einreise nach Russland benötigen die EU-Bürger einen gültigen Reisepass sowie ein Visum.

Kinderermäßigung: für Kinder bis 7 Jahre wird bei der Unterbringung im Doppelzimmer der Eltern für das 3. Bett eine Ermäßigung in Höhe von 7 EUR p. Nacht und 30 % für Ausflugspaket gewährt.

Feiern Sie SILVESTERZAUBER in Moskau, im winterlichen Russland.
Die Neujahr Rundreise führt nach Moskau, dessen Innenstadt an November bis im mitten Januar weihnachtlich fantastisch geschmückt ist. Erleben Sie die stimmungsvollen Weihnachtsmärkte, mit Schlittschuh zu laufen in Moskau: die große Eislaufbahn auf dem Roten Platz und als Highlight das imposante Silvesterfeuerwerk über dem Moskwa-Fluss und Kreml.

Für Kulturinteressierte bieten wir als ein besonderes Highlight der Reise einen Besuch
des Bolschoi-Theaters an. Gerne buchen wir Theaterkarten für Sie. Sprechen Sie uns darauf an!

Für Reisegruppen arbeiten wir gerne exklusive Besichtigungsprogramme aus.
Diese Reise lässt sich mit anderen Programmen der Einzel- und Gruppenreisen kombinieren.
Programmänderungen sind nach Ihrem Wunsch möglich.

Entdecken Sie neben unserer Silvesterreise nach Moskau
unsere Silvester-Pauschalreise nach Sankt Petersburg: https://www.reisennachrussland.com/silvester/

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REISEPAPIERE UND IMPFUNGEN:

Für die Einreise nach Russland benötigen alle EU-Bürger einen gültigen Reisepass sowie ein Visum. Für Staatsbürger anderer Länder können abweichende Bestimmungen und Gebühren gelten. Die Reisepässe sollen mindestens 6 Monate nach Reiseende gültig sein und mindestens eine freie Seite enthalten.
Wir sind Ihnen bei der Visabesorgung gerne behilflich. Es sind Covid-19 Impfungen vorgeschrieben.

Rücktrittspauschalen

*  bis 60 Tage vor Reisebeginn gebührenfrei; *  59.bis 48.Tag vor Reisebeginn 15% des Grundpaketpreises;
*  47. bis 31.Tag vor Reisebeginn 20% des Grundpaketpreises;  *  30.bis 21.Tag vor Reisebeginn 30%;
*  14. bis 07.Tag vor Reisebeginn 50% des Grundpaketpreises; 
*  ab 2.Tag vor Reisebeginn sowie bei Nichtantritt der Reise 90% des Grundpaketpreises.

Für die Einreise nach Russland benötigen EU Staatsbürger einen gültigen Reisepass sowie ein Visum. Für Staatsbürger anderer Länder können abweichende Bestimmungen und Gebühren gelten. Das russische Konsulat berechnet für deutsche Staatsbürger ca. € 60,- pro Person (Tarif gilt bei der Vorlage der Unterlagen mindestens 17 Tage vor Reisebeginn). Wir sind Ihnen bei der Visabesorgung gerne behilflich.
Wir behalten uns vor, die Reihenfolge der Besichtigungspunkte auf Grund begrenzter Kapazitäten oder anderweitiger, kurzfristiger Änderungen (z.B. Öffnungszeiten, Feiertage) auch einmal zu ändern.

Klima:

Die Tagestemperaturen liegen tagsüber bei ca.: - 7 Grad. In der Nacht kühlen die Temperaturen auf ca. - 14 Grad ab.

Sehr geehrte Teilnehmer der Silvesterreise,
wir würden uns freuen, Sie in der Hauptstadt Russlands Moskau willkommen zu heißen!
Unten finden Sie unser Angebot für Silvesterabende 2023-2024: Über die Veranstaltungen in Hotels und Preise können Sie sich auf unserer Seite unter  https://reisennachrussland.com/silvester/

S novim godom, Reiseveranstalter.
Nun zur Reise, ich muss Ihnen sagen, es war ein voller Erfolg. Schon die im Vorfeld geführte Organisation per email war höflich, kompetent, schnell und geduldig.
Die Buchung der Flugtickets und die Zusendung aller weiteren Vouchers ging dann reibungslos. Natürlich ist es von großem Vorteil, dass Sie sich selbst kümmern, deutsch sprechen und wie bei unserer Ankunft von Fam. Leschek auch umgehend wegen des Transfers angerufen werden konnten. So fühlt man sich immer gut.
Organisatorisch war alles perfekt und zuverlässig. Unser Hotelzimmer nach Wunsch mit Kingsize Bett. Die Größe des Zimmers entsprach eher der einer kleinen Wohnung und immer gut geheizt. Die Lage an den 3 Bahnhöfen und am "Univermag" ist interessant, auch in der Freizeit und man kommt schnell weg.
Wobei wir bei der Metro wären, eine 20er Karte kaufen und viel fahren, ausreichend für die Zeit. Die Stationen sind ja bekannt und wirklich beeindruckend.
Die Reiseleitung von Helena war natürlich spitze. Bitte übermitteln Sie ihr nochmal viele Grüße und Dank von uns zweien. Die vielen allgemeinen und dann auch speziell gegebenen Informationen, sowie die Bereitschaft am Neujahrsmorgen mit uns den Ausflug nach Sergijew Possad zu machen waren unübertrefflich. Vorteilhaft war auch die kleine Gruppengröße von 9 Leuten.
Während der Stadtrundfahrt hatten wir schönes Winterwetter und wir bekamen schnell einen Überblick von der Stadt, was uns besonders bei unseren selbst gestalteten Touren von Vorteil war. Schnell war klar, wo sich das neue Opernhaus befand, welches wir am letzten Tag besuchen wollten (die Aufführung war einmalig wie auch die Architektur). Die Stadt hatte sich in ein Märchen verwandelt (war auch im deutschen Fernsehen), sehr beeindruckend wie auch ihre Bewohner rücksichtsvoll und anständig. Die Sicherheitskräfte sorgten umsichtig für einen ungestörten Ablauf..

Immer noch wirken die Erlebnisse der Tage nach und bewirken bei meiner Frau feuchte Augen...Wir werden sicher wiederkommen.
Freundliche Grüße aus Erfurt Luise und Carlo

Die Moskauer Metro

Die Moskauer Metro


Die Moskauer Metro ist das schnellste und bequemste Verkehrsmittel der russischen Hauptstadt. 2015 feierte die Moskauer Metro ihr 80. Jubiläum.
Zum ersten Mal wurde über den Bau einer Untergrundbahn in Moskau bereits Anfang des 20. Jahrhunderts diskutiert. Doch erst 1931 wurde auf Grund der anwachsenden Bevölkerungszahl der Hauptstadt mit den Bauarbeiten begonnen. Bereits am 15. Mai 1935 wurden die ersten 13 Stationen in Betrieb genommen. Die Züge fuhren zwischen dem Park Sokolniki (Russisch: Сокольники) und dem Park Kultury (Russisch: Парк Культуры). Die Stationen wurden als prachtvolle Paläste mit Marmorböden und Stuckdecken, Kristalllüstern und Säulen ausgestaltet. Jede Station der Moskauer Metro wurde einem bestimmten Thema gewidmet.

In den 30er und 40er Jahren wurde das Metronetz weiter ausgebaut. Auch während des Zweiten Weltkrieges wurden die Arbeiten fortgesetzt und sieben neue Stationen fertiggestellt. Während Luftangriffe diente die Metro als Luftschutzkeller. Die Station Chistye Prudy (Russisch: Чистые Пруды) wurde zum Hauptquartier des Generalstabs umfunktioniert. 1955 wurde die Metro nach Wladimir Lenin benannt. Im Jahr 2004 wurde die erste Einschienenbahn (Monorail) in Russland in Betrieb genommen.
Die Moskauer Metro hat 12 Linien mit 200 Stationen. Die Metro Linien sind von 1 bis 12 durchnummeriert und haben unterschiedliche Farben. Das Metro-Netz ist 331,5 km lang. Die tiefste Station (84 m tief) „Park Pobedy“ (Russisch: Парк Победы). Die Stationen auf dem Metroplan werden in kyrillischer und in lateinischer Schrift geschrieben. Die meisten Wegweiser in der Metro sind aber nur auf Russisch. Die Stationen werden bei der Fahrt angesagt.

Die Metrostationen sind an einem großen „M“ am Eingang leicht zu erkennen. Die Metro in Moskau verkehrt von 05:30 Uhr morgens bis 01:00 Uhr nachts. Die Übergänge zwischen den Stationen sind von 06:00 Uhr morgens bis 01:00 Uhr nachts geöffnet. In den Hauptverkehrszeiten fahren die Züge alle 90 Sekunden und darauf kann man sich wirklich verlassen.  An den Schaltern der Metrostationen bzw. an den Automaten erhält man Fahrkarten, die zur Fahrt mit der Metro mit beliebig häufigem Umsteigen berechtigen. Die Fahrkarten werden am Automaten entwertet, dann öffnet sich die Schranke und man wird durchgelassen. Es gibt auch Karten, mit denen man in Moskau sowohl die Metro als auch die überirdischen Transportmittel wie Bus, Trolleybus, Tram und die Einschienenbahn nutzen kann. Seit kurzem sind die Züge der Moskauer Metro mit kostenlosem Wi-Fi Zugang ausgestattet. In den Hallen und in den Stationen wird keine Verbindung garantiert.

Die Moskauer Metro gilt als die prachtvollste Untergrundbahn der Welt. Nicht nur für Touristen ist die Besichtigung der schönsten Metrostationen ein Erlebnis. 44 Stationen, alle Stationen der Ringbahn inbegriffen, sind als Weltkulturerbe anerkannt. Zu den sehenswerten Stationen der Moskauer Metro gehören: Komsomolskaja (Russisch: Комсомольская), Nowoslobodskaja (Russisch: Новослободская), Kropotkinskaja (Russisch: Кропоткинская), Park Pobedy (Russisch: Парк Победы), Arbatskaja (Russisch: Арбатская), Majakowskaja (Russisch: Маяковская), Kiewskaja (Russisch: Киевская), Teatralnaja (Russisch: Театральная), Dostojewskaja (Russisch: Достоевская), Ploshchad Revolyutsii (Russisch: Площадь революции).

Die Station Krоpotkinskaja dient seit fünf Jahren dank ihrer hervorragenden Akustik als Konzertsaal. In der Nacht des 15. Mai findet dort eine Aufführung zum Geburtstag der Metro statt.
Im November 1967 wurde das Museum der Moskauer Metro eröffnet. Es befindet sich an der Station „Sportivnaya“ (Russisch: Спортивная) der roten Linie 1. Zur Ausstellung gehören Fotos, Dokumente, verschiedene Exponate, alte Technik und Mechanismen. Man wird mit der Geschichte der Moskauer Metro und ihrer Rolle in der Geschichte der Hauptstadt bekannt gemacht.

Der Moskauer Kreml

Der Moskauer Kreml, Moskau, Russland

Es ist nicht ganz richtig, nur Moskau mit dem Wort Kreml in Verbindung zu bringen: auch andere altrussische Städte hatten und haben einen Kreml. Das Wort Kreml bedeutet nichts anderes als „meist auf einer Anhöhe gelegener befestigter Stadtkern“.
Der Moskauer Kreml ist aber Symbol für das Zentrum der Macht, das steinerne Herz Russlands. Seine Geschichte beginnt 1156, als er das erste Mal als befestigter Fürstensitz Jurij Dolgorukijs Erwähnung findet. Seit 1326 war der Kreml Sitz des Metropoliten der Russisch-Orthodoxen Kirche. Er beherbergte die höchsten Ämter, einige Klöster und die Residenzen von Adelsfamilien, die dem Herrscherhaus besonders nahestanden. 
Der Kreml wurde in seiner Geschichte mehrmals um- und ausgebaut. 1367 bekam er die erste Steinmauer. Im 15. Jahrhundert wurde der Kreml dank italienischen und russischen Baumeistern zu einer steinernen Burganlage mit Mauern und Türmen. Anfang des 19. Jahrhunderts erlangte der Kreml seine heutige Gestalt.
Das Kremlgelände ist als Dreieck angelegt und nimmt ca. 28 ha ein, die Mauer ist 2.235 m lang und bis zu 19 m hoch. Gleich einem Kranz erheben sich 20 Türme rund um den Kreml, davon markieren drei die Eckpunkte des Geländes, vier Türme bieten Einlass in den Kreml, ein Turm dient als Brücke. Fünf Türme krönen Rubinsterne.

Auf dem Kremlgelände befinden sich einige Sakral- und Profanbauten (die Maria-Entschlafens-Kathedrale, die Maria-Verkündigungs-Kathedrale, die Erzengel-Kathedrale, die Kirche für Gewandniederlegung der Gottesmutter, die Zwölf-Apostel-Kirche; der Große Palast, der Facettenpalast, der Terem-Palast und die Rüstkammer).

In der Maria-Himmelfahrts-Kathedrale befinden sich bedeutende Ikonen, in der Verkündigungs-Kathedrale Fresken und eine große, unter Mitwirkung von Theophanes dem Griechen und Andrej Rubljow entstandene Ikonostase aus dem Jahre 1405. Die sonstigen Wandmalereien der Kirchen entstammen meist dem 17. Jahrhundert. Von den Palastbauten der Zeit um 1500 ist nur der Facettenpalast erhalten.

Im gleichen Jahrhundert wurde ein weiterer Steinpalast, der Terem-Palast, im 18. und 19. Jahrhundert große öffentliche Gebäude und Paläste errichtet, die um den Kern des Kremls gelagert sind. In dieser Zeit war aber Moskau nicht Residenz der Herrscher. Peter der Große verlegte die Hauptstadt nach St. Petersburg. Somit büßte der Kreml die Bedeutung ein, die er vom 14. bis 17. Jahrhundert gehabt hatte. Erst als am 12. März 1918 die Sowjetregierung nach Moskau übersiedelte, wurde der Kreml wieder Sitz der obersten Behörden. Neu erbaut wurden die Militärschule (1932-34) und eine große Kongresshalle (1961).

Der Kathedralenplatz wird vom 81 m hohen Iwan Welikij-Glockenturm überragt. Lange Zeit war der Glockenturm das höchste Bauwerk Moskaus. Die Funktion des Glockenturms war unter anderem, die schwerste Glocke der Welt zu tragen. 1730 wurde die riesige Glocke (die Zarenglocke) mit 202 t Gewicht, 6,14 m Höhe und einem Durchmesser von 6,6 m im Auftrag der Zarin Annan Iwanowna gegossen. Die Glocke zieren lebensgroße Porträts ihrer Auftraggeberin. An ihrer Seite ist der Zar Alexej Michajlowitsch, der die 128 t schwere Glocke von 1655 hatte gießen lassen. Zunächst blieb die Glocke in der Grube, in der sie gegossen worden war, weil die Konstruktionen zur Aushebung noch gebaut werden mussten. Der Brand von 1737 vernichtete nicht nur die Aushebungskonstruktionen, sondern führte auch dazu, dass ein 11,5 Tonnen schweres Stück von der Glocke abgesprungen war. Fast 100 Jahre lang blieb die Glocke unbeachtet. Erst 1836 gelang es dem französischen Architekten Auguste de Montferrand, die Zarenglocke aus der Grube zu heben und sie auf einen achteckigen Sockel zu setzen.
Zwischen dem Glockenturm Iwan Welikij und der Zwölf-Apostel-Kirche steht die Zarenkanone. 1586 wurde sie im Auftrag des Zaren Fjodor Iwanowitsch in Bronze gegossen. Mit einem Kaliber von 890 mm und der Gesamtmasse von knapp 40 Tonnen ist sie die größte Kanone der Welt. Die Zarenkanone kam nie zum Einsatz. Sie sollte der Verteidigung des Kremls dienen und war ursprünglich auf die Brücke über die Moskwa gerichtet.

Einen Besuch wert ist auch die Rüstkammer, die das älteste Kremlmuseum beherbergt. 1844-1851 wurde die Rüstkammer von Konstantin Thon in pseudorussischem Stil errichtet. Ursprünglich war das ein Waffenmuseum, den Ehrenplatz nehmen jedoch die Schätze ein, die den überschwänglichen Prunk am russischen Hof zeigen: Ikonen, Juwelierarbeiten, Stickereien, Porzellan, mit Perlen durchwebte Gewänder, Throne, Zaumzeug, die Krönungsinsignien. Das berühmteste Stück ist die legendäre Monomach-Kappe. 1806 machte Alexander I. die Sammlung einem auserwählten Publikum zugänglich.
Seit 1967 beherbergt die Rüstkammer im Kreml die ständige Ausstellung des Diamantenschatzes (Almazny Fond).
Erst 1955 wurde der Kreml zur Besichtigung freigegeben. Heute zählt Kreml zu den größten und meist besuchten Museen der Welt. 1990 erklärte UNESCO den Kreml und den Roten Platz zum Weltkulturerbe.

Moskau, Russland

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